Frühlingskonzert 2010
Was ein Ohrwurm ist, dürfte den meisten Leuten bekannt sein, den Begriff jemand anderem zu erklären, würde allerdings einige sprachliche Probleme bereiten. Nicole Strowabe, die Moderatorin des Frühlingskonzerts, zitierte dazu eine Definition aus wikipedia: „Ohrwurm ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein Musikstück oder einen Teil eines Musikstückes, das so eingängig ist, dass man es im Hören unwillkürlich mitsummt, oder das einem über einen längeren Zeitraum nicht aus dem Sinn geht...Der Begriff soll bildlich ausdrücken, dass die Musik wie ein Wurm in den Gehörgang hineinkriecht und dort bleibt.“

„Ohrwurm-Programm“
Das Konzertprogramm machte denn auch dem Motto alle Ehre. Auch wenn vielleicht nicht alle Stücke den Anwesenden gleich bekannt vorkamen, so nisteten sich die Melodien doch mehr oder weniger tief in den Gehörgängen ein. Unter der Stabführung von Arthur Sterchele intonierten die Musikanten des Bronschhofer Musikvereins die Stücke stimmig zum jeweiligen Stil: Flott und zügig die Märsche (Marignan, Castaldo Marsch) oder die „Erinnerung an Zirkus Renz“, verhalten und eher melancholisch zum Beispiel den „Böhmischen Traum“.
Dass der Musikverein auch Solisten hohen Niveaus in seinen Reihen hat, zeigte sich mit Silvia Brülisauer mit ihrem Xylophon-Solo, dem virtuosen Trompetensolo des Präsidenten Manuel Stengel im Gummi-Mambo, aber auch mit den Auftritten von Marlies Keller (Piccoloflöte) und Marion Braun, Querflöte, Corina Holenstein und Marc Gantenbein, Saxophon. Dabei ist zu erwähnen, dass die vier Letztgenannten noch in der Jugendmusik spielen.
Nachwuchsförderung
Es ist schon beachtlich und bemerkenswert, wie sich die Leitung des Musikvereins, aber auch die Eltern und Freunde des Vereins darum kümmern, dass Jugendliche ihre Freude zur Musik entdecken und Gelegenheit bekommen, das ihnen zusagende Instrument kennenzulernen und zu spielen und dabei die Freude und das gute Gefühl des Musizierens in der Formation zu erfahren. Wie nahtlos die Jugendlichen mit den Aktiven harmonieren, wie sie nach- und hineinwachsen, konnte man vor der Pause beim Auftritt der Jugendmusik spüren, die ebenfalls ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm bot.

Bekannte Medleys
Nach der Pause kamen vor allem die Fans der 70-er und 80-er Jahre musikalisch auf ihre Rechnung: Angesagt waren die Hits der Beach Boys, von Udo Jürgens und ABBA. Immer wieder forderten die Zuhörer mit kräftigem Applaus und rhythmischem Klatschen Zugaben, die der Dirigent und die Musikanten noch so gerne brachten, bedeutete dies doch lobende Anerkennung ihrer Leistungen.

Dank und Tombola
Bei einem richtigen Musikfest darf die Tombola nicht fehlen. Dank der vielen gesponserten Artikel – von der Dächlikappe bis zum Velo – und der verkauften Lose, fliesst der Ertrag als willkommener Beitrag in die Vereinskasse.
Manuel Stengel, Präsident des Musikvereines, dankte abschliessend allen Helferinnen und Helfern für den ehrenamtlichen Einsatz. Sein Dank richtete sich ebenfalls an alle Sponsoren, Passivmitglieder und Gönner des Vereins, und nicht zuletzt an den Dirigenten Arthur Sterchele, Nicole und die Vizedirigentin Marlies Keller, die mit Blumenbouquets honoriert wurden.

